Social Design: Die Oberndorfer

Social Design findet seine Designaufgaben in den gesellschaftlichen Aufgaben unserer Zeit: z.B. in der drohenden Verödung und Verarmung der ländlichen Räume.

Im Jahr 2010 initiierte das Institut für Partizipatives Gestalten in Oberndorf an der Oste einen Dorferneuerungsprozess, der sich Augenhöhe, Transparenz, Selbstermächtigung und Reflexion auf die Fahnen schrieb. Über ein Jahr lang wurde kontinuierlich an Zukunftsperspektiven für die sonst sehr strukturschwache Gegend gearbeitet. Es wurden Methoden geübt und Strukturen etabliert, die eine langfristige Bürgerbeteiligung etablieren. Bürger*innen nehmen eigenverantwortlich Aufgaben in die Hand, die von den Kommunen nicht mehr geleistet werden. Langfristig werden Lösungen gesucht, in denen Politik, Verwaltung und Bürgerengagement sich partnerschaftlich verbünden.

Barbara Schubert und Sibyll Amthor entwarfen die erste Website der Dorfentwicklung, welche die unterschiedlichen Projekte präsentiert und deren Austausch und gegenseitige Stärkung fördert. Inzwischen steht OOSTWIND allein verantwortlich für die zweite Präsentationen Der Oberndorfer auf der Grünen Woche in Berlin, den jährlich erscheinenden Veranstaltungskalender und die aktuelle Website.

Im März 2018 gewannen Claudia Möller-Lemke und Barbara Schubert mit Präsentation und Konzeption von Oberndorf als »Social lab« den Hans-Sauer-Award.